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Die
Menschheit befindet sich in einem Übergangszustand,
übrigens... einem von vielen.
Einer begann, generell
gesprochen, als der Mensch versuchte, sich von der Natur abzusondern,
um jene besondere Art von Bewußtsein zu entwickeln, die jetzt
die ihre ist.
Dieses Bewußtsein ist jedoch nichts Endgültiges, sondern
etwas, das dazu bestimmt ist, sich weiter zu verändern und
zu entwickeln. Im Verlaufe dieser Entwicklung wurden gewisse künstliche
Trennungslinien gezogen, die jetzt beseitigt werden müssen.
Als weiser gewordene Geschöpfe müssen
wir zu der Natur zurückkehren, die uns hervorgebracht hat
- nicht nur als fürsorgliche Wärter und Pfleger, sondern
als Partner der anderen Lebensformen auf Erden.
Wir müssen aufs
neue die Spiritualität unseres biologischen Erbes entdecken.
Die allermeisten der zur Zeit vorherrschenden
religiösen, wissenschaftlichen und überhaupt kulturell
bedeutsamen Lehrmeinungen haben eher einem Gefühl der
Machtlosigkeit, der Unfähigkeit und des drohenden Verhängnisses
Vorschub geleistet. Sie haben ein Bild geschaffen, in dem der Mensch
und seine Welt ein unbedeutendes Zufallsprodukt ist, isoliert zwar,
doch allem Anschein nach von einem launischen Gott regiert. Das
Leben wird als "Jammertal" erachtet, als beinahe so etwas
wie eine üble Infektion, von der die Seele nur durch den Tod
geheilt werden kann.
Religiöse, wissenschaftliche, auch medizinische, und die meisten
unsere Kultur, Zivilisation und Gesellschaft behandelnden Publikationen
stellen groß Gefahren heraus, bagatellisieren die Sinnhaftigkeit
des menschlichen Lebens oder betrachten gar den Menschen als Fehlentwicklung,
als den halb wahnsinnigen, verirrten Mitbewohner eines im übrigen
wohlgeordneten Naturreichs.
Die eine oder andere oder auch alle der oben
angeprangerten Überzeugungen werden von zahlreichen Denksystemen
verfochten. Allesamt belasten sie den biologischen Sinn des
Individuums für seine ganzheitliche Unversehrtheit, fördern
sie das gefahrenorientierte Denken und verringern daher den Bereich
psychologischer Sicherheit, die zur Aufrechterhaltung der möglichen
Lebensqualität notwendig ist. Die Abwehrsysteme des Körpers
geraten in mehr oder minder große Verwirrung.
Nun
habe ich nicht die Absicht, eine Abhandlung über die biologischen
Strukturen des Körpers und ihr Zusammenwirken zu liefern;
vielmehr möchte ich nur solche Informationen vermitteln, die
zur Zeit noch nicht allgemein bekannt und im übrigen auch im
Hinblick auf die Gedanken wichtig sind.
Es geht mir um Grundlegenderes.
Unsere Glaubensüberzeugungen haben
Gefühle des Unwerts erzeugt. Indem wir uns künstlich der
Natur entfremdet haben, haben wir das Vertrauen in sie verloren,
erfahren wir sie oft als feindlich. Unsere Religionen gestanden
dem Menschen eine Seele zu und sprachen sie den anderen Arten ab.
Unsere Körper gehörten somit der Natur an und unsere Seelen
Gott, der unberührt von seinen Schöpfungen für sich
blieb.
Die wissenschaftlichen Lehrmeinungen sagen
uns, dass unsere ganze Welt rein zufällig entstanden sei.
Die Religionen sagen uns, dass der Mensch sündhaft sei: Dem
Körper darf man nicht trauen, die Sinne können uns vom
rechten Weg abbringen.
In diesem Labyrinth von Glaubenssätzen ist uns der Sinn für
den eigenen Wert und das Gefühl für die Sinnhaftigkeit
des Lebens weitgehend abhanden gekommen.
Ein Klima der Angst und des allgemeinen Mißtrauens wird erzeugt,
und nur zu oft ist das Leben bar aller heroischen Möglichkeiten.
Der Körper kann nicht auf ein Gefühl genereller Gefährdung
reagieren. Unter solchen Gegebenheiten wird er fortwährend
unter Druck gesetzt und versucht, die Gefahr dingfest zu machen.
Seiner Veranlagung nach sucht er uns handelnd zu beschützen.
Darum sammelt er eine Menge Streß an, so daß oftmals
spezifische Krankheiten oder bedrohliche Situationen geradezu "fabriziert"
werden, um den Körper von Spannungen zu befreien, die unerträglich
geworden sind.
Sicher haben viele persönliche Erfahrungen
mit intensiver geistiger Konzentration, bei der die Aufmerksamkeit
auf einen ganz bestimmten Wahrnehmungsbereich gerichtet wird. Es
gibt da viele Methoden und Schulen; immer aber entsteht eine hochsuggestible
psychische Verfassung, in der spirituelle, mentale und materielle
Ziele verfolgt werden. Es ist unmöglich, sich ohne Absicht
geistig zu konzentrieren und zu meditieren; das Vorhaben selbst
ist schon sein eigenes Ziel.
Unseligerweise liefern uns aber viele Programme
des Gesundheitswesens und die Werbeeinschaltungen in den Massenmedien
Massensuggestionen der abträglichsten Sorte.
Ich spreche beispielsweise von TV-Sendungen, in denen spezifische
Krankheitssymptome gezeigt und ausführlich erörtert werden
und in denen zudem die Zuschauer aufgefordert werden, ihren Körper
nach derartigen, geistig vorweggenommenen Symptomen abzusuchen.
Ich beziehe mich auch auf all die Warnungen, durch die in ebenso
bedauerlicher Weise auf Krankheiten aufmerksam gemacht wird, von
denen die einzelne Person zwar keinerlei Symptome an sich entdeckt,
die aber, wie man ihr warnend vorhält, als verheerende Vorgänge
im Körperinnern auftreten können, auch wenn die Person
sich vollkommen gesund fühlt.
So
führen die von religiösen, wissenschaftlichen und kulturellen
Glaubenssätzen ausgehenden Suggestionen zu generalisierten
Ängsten und Befürchtungen und wirken wie Blaupausen
für Krankheiten, die vom Einzelmenschen gewissermaßen
gebrauchsfertig übernommen werden können. Er kann dann
sagen: "Natürlich fühle ich mich kraft- und lustlos
oder voller Angst, da ich diese oder jene Krankheit habe".
Die Appelle zu Vorsorgeuntersuchungen im Hinblick auf Brustkrebs
- zum Beispiel, verbunden mit der Aufforderung zu Selbstuntersuchungen,
haben meines Erachtens mehr Krebsfälle verursacht, als durch
irgendwelche Behandlungsmethoden geheilt wurden. Sie bewirken eine
intensive geistige Konzentration auf den Körper in Verbindung
mit negativen Bildvorstellungen, welche die Körperzellen angreifen.
Und wie gesprochene Worte und Gedankenmuster auf die Zellwasserqualität
einflußnehmen kann, zeigen die Forschungen von Masaru Emoto
sehr deutlich (http://www.hado.com).
Die Qualität unseres Lebens wird
im eigendlichen Sinne durch die subjektive Wirklichkeit der Gefühle
und Gedankenkonstruktionen bestimmt. Glaubensüberzeugungen,
die Angst und Verzweifelung nähren, sind biologosch immer destruktiv.
Sie legen das Körpersystem lahm.
Die Frage, die nun mit den Scharlatanprodukten
und der Scharlatanie zusammenhängt, ist : Woher erhält
das Ei oder der Samen, - ja, der Mensch eigendlich das Leben, wie
wird es in Gang gehalten, woher kommt diese Energie?
Die Urknalltheorie vermittelt uns die Vorstellung
einer ungeheuren Explosion von Energie, die irgendwie zu Leben wird,
sich aber irgendwann aufbrauchen muß - und wenn dem so wäre,
dann müßte das Leben auch immer schwächer werden;
das tut es aber nicht.
Ein neugeborenes Kind ist heute immer noch so frisch, vital und
neu wie ein neugeborenes Kind vor fünftausend Jahren!
Ebenso frisch, erquickend und neu ist jeder
Frühling - immer ein wenig anders - kein Frühling gleicht
dem anderen und kein Frühling ist schwächer geworden wie
der vorrangegangene.
Was gibt also den Bausteinen der Stoffwelt jetzt Leben?
Denn wer an den Urknall glaubt, so müssen
wir spätestens jetzt erkennen, hat selber einen.
Ich behaupte das alle Energie nicht nur mit Bewußtsein ausgestattet,
sondern der Ursprung aller Bewußtseinsorganisationen und aller
körperlich-materiellen Formen ist.
Und Bewußtsein ist das Primäre,
das vor aller körperlichen Form existiert. Bewußtsein
ist das Primäre, das vor dem materiellen Universum existiert
hat. Bewußtsein ist das Primäre, das vor all seinen Manifestationen
existiert hat.
Der Lebensimpuls - zu sein, hat in jeder uns verständlichen
Hinsicht weder Anfang noch Ende.
Unsere körperlich sichtbaren Gattungen sind Manifestationen
innerer Gattungen des Seins, sind kreative, aus dem Bewußtsein
entstandene Gruppierungen - materielle Sichtbarwerdungen, von Bewußtsein
durchströmt.
Es gab keinen Punkt, an der Moleküle
oder Atome plötzlich Leben annahmen, denn ihnen war immer schon
Bewußtsein zu eigen, das die Voraussetzung allen Lebens ist.
© Jan Heiland
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